Die Geschichte der Achenseeschiffahrt

Der Achensee liegt zwischen dem Rofangebirge im Osten, dem Karwendelgebirge im Westen und bedeckt einen beträchtlichen Teil des Achentales. Erste Besitzer des Achensees waren die Herren von Schlitters im Zillertal. Um das Jahr 1112 ging der See mitsamt dazugehörigem Besitz per Schenkung an das Benediktinerstift St. Georgenberg. Der zunehmende Warenverkehr und der Schwazer Bergbau führten im 15. Jhdt. zum Ausbau einer Straße am Ostufer. Schwere Güter wurden jedoch mit Plätten über den See transportiert, Getreide, Grubenholz und Holzkohle nach Süden, Salz, Wein und Bergwerkserzeugnisse nach Norden. Der Achensee war wegen seines Jagd- und Fischreichtums für die Landesherren immer von Interesse, wie für Kaiser Maximilian I. oder auch Erzherzog Ferdinand II., der prunkvolle Schiffe anfertigen ließ.


22.10.2016 - Flottenfest der Blasmusik

Am Samstag, den 22. Oktober 2016 fand das erste Flottenfest der Blasmusik bei uns am Achensee statt. Insgesamt 6 Musikkapellen und über 250 Besucher waren dabei, als unsere drei großen Schiffe zum ersten Mal im Koppelverbund unterwegs waren.

Während einer 2,5 stündigen Schiffsrundfahrt konnten die Gäste auch während der Fahrt zwischen den Schiffen hin- und her schlendern und den insgesamt 6 Konzerten der Bundesmusikkapellen Eben, Achenkirch, Steinberg am Rofan, Stans, Terfens und Strengen lauschen.

23. Juli 2016 - die Taufe der MS Achensee

Am Samstag, den 23. Juli 2016 wurde am Achensee  das neue Fahrgastschiff, welches als „Eventschiff“ dient,  von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Freunden und den Mitarbeitern der Achenseeschiffahrt, feierlich begrüßt.  Die Bundesmusikkapellen Eben und Achenkirch, die Schützenkompanien Pertisau, Eben und Achenkirch sowie Fahnenabordnungen der Freiwillen Feuerwehren Pertisau, Eben, Achenkirch und Achental, die Schützengilde Eben sowie die Kinder der Region gestalteten diesen feierlichen Rahmen mit. Dieses neu Prachtstück der Achenseeschiffahrt, wurde von der Taufpatin Heike Hausberger, auf den Namen MS Achensee getauft.

30.01.2016 - Taufe der "Achenseeschiffahrt-Lok"

Ein Schiff fährt Bahn …

Die Bemühungen um die Marktbearbeitung auch über die Grenzen Tirols hinaus fanden am 30. Jänner 2016 durch die Loktaufe der „Achensee-Lok“ Ihren Höhepunkt.

Als erstes Transportunternehmen überhaupt, als Botschafter für Tirol und insbesondere für den Achensee erfolgte die erste Loktaufe am Innsbrucker Hauptbahnhof durch führende Mitarbeiter der ÖBB und dem gesamten Team der Achenseeschiffahrt. Eine Taurus-Lok, getarnt als „das schnellste Schiff der Welt“ wird künftig zwischen Verona und München zahlreiche Fahrgäste, Bahnbegeisterte und Schaulustige in Ihren Bann ziehen und Ihren Blick Richtung Achensee lenken.

Ein historischer Moment!

17.11.2015 - Ankunft der 1. Sektion MS "Neu"

Am 17. November 2015 haben wir gemeinsam mit über 150 Kindern der Volkschulen und der Kindergärten aus Pertisau und Maurach die ersten Sektionen unseres neuen "Flottenmitglieds" gebührend willkommen geheißen. 

Die insgesamt 4 Sektionen kamen mittels Milimeterarbeit heil und unversehrt an ihrem Heimathafen an und wurden dort auch gleich "ins rechte Lot" gebracht. Damit kann der Bau unseres neuen "Stars" am Achensee jetzt richtig loslegen.

25.08.2015 - Kiellegung für die MS "Neu"

Am 25. August 2015 wurde mit der Kiellegung in der Schiffswerft in Linz der Grundstein für den Bau des neuen Fahrgastschiffes gelegt.

Neben den eigentlichen Schiffsbauern der ÖSWAG Werft in Linz und dem Führungsteam der Achenseeschiffahrt wurden auch die Lehrlinge der Schifffahrt zu diesem besonderen Moment geladen. 

Als Geschäftsführer der Achenseeschiffahrt schlug DI Christian Tramposch - gemäß einer alten Schiffsbautradition - die Jahreszahl auf den Kiel des zukünftigen Fahrgastschiffes. Diese Kiellegung soll Sicherheit, Glück und Gesundheit für die Schiffbauer, vor allem aber auch für die Besatzung selbst bringen, ähnlich eines Spatenstichs beim Hausbau.

Als Belohnung für die bereits geleisteten und die noch bevorstehenden Arbeiten erhielten die Werftarbeiter einen Korb voller Tiroler Köstlichkeiten.

19.06.2015 - ORF Traumschiff am Achensee

Im Glanz der neu erstrahlten MS Tirol lud die Achenseeschiffahrt gemeinsam mit dem ORF Tirol zum ersten Captain's Dinner am Achensee. Über 100 glückliche Gewinner des ORF-Gewinnspiels durften einen Abend lang den Klängen von Harfonie lauschen, während sie kulinarische Highlights genießen durften.

Gregor Glanz und der Ex-Hot-Chocolate-Sänger Greg Bannis sorgten anschließend für die richtige Stimmung an Bord. Gekrönt wurde der exklusive Abend mit dem romantischen Felsenleuchten in der Gaisalmklamm und dem persönlichen Erinnerungsfoto gemeinsam mit unserem Flottenkapitän Albert Bichler.


Ein Abend, der uns sicherlich noch lange in Erinngerung bleiben wird!

28.05.2015 Wiederinbetriebsetzung des MS Tirol "Neu"

Am 28. Mai 2015 wurde die MS Tirol, das Flaggschiff der Achenseeflotte, nach einem acht Monate dauernden Umbau am Donnerstag offiziell wieder in Betrieb genommen. Landeshauptmann Günther Platter sowie zahlreiche weitere Ehrengäste wurden an Bord der MS Tirol willkommen geheißen. Den feierlichen Rahmen gestalteten die Bundesmusikkapelle Eben, die Schützenkompanien Pertisau und Eben sowie Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr Pertisau und Eben und der Schützengilde Eben sowie die Fußballkinder der Region vom FC Achensee.

Die MS Tirol präsentiert sich nunmehr in modernem und elegantem Design. Panoramafenster ermöglichen den Passagieren einen weitläufigen Blick über den See und auf beeindruckende Bergwelt. Im Inneren erwartet die Gäste Tiroler Gemütlichkeit gepaart mit Tiroler Kunst und modernster Schiffstechnik.

Das Herzstück des Schiffes bildet die Haupttreppe ins Oberdeck, sie wurde vom Tiroler Künstler Manfred Hörl gestaltet. Weitere Kunstakzente setzte der Mutterer Künstler Christian Mayr. Besucher des Motorschiffes Tirol erleben eine einzigartige Kombination aus Tiroler Authentizität, Ambiente, modernster Technik und Kundenfreundlichkeit.

24.04.2013 Pfiat di St. Nikolaus

Nun ist das Kapitel Innschiffahrt Kufstein endgültig Geschichte.

Am Mittwoch, 24. April 2013 war es so weit, das Motorschiff St. Nikolaus verließ die heimischen Gewässer des Inn.

Die Fahrt der St. Nikolaus ging vom Kraftwerk Langkampfen per Schwertransport nach Heilbronn. Dort wurde die St. Nikolaus auf ein Binnenschiff verladen um den weiteren Weg auf den norddeutschen Wasserstraßen bis nach Hamburg zurückzulegen. Im Hamburger Hafen und auf der Elbe wird die St. Nikolaus in Zukunft unterwegs sein und vielleicht für manche doch mit ein Grund sein einmal die Hansestadt zu besuchen.

2012/2013 Motorentausch MS Tirol

In der Werft in Pertisau wurden die Motoren des MS Tirol getauscht. Dies wurde, nachdem die alten Aggregate 20.000 Betriebsstunden in 17 Jahren geleistet haben, notwendig. 

November/Dezember 2012

Seeweihnacht am Achensee

Frau Kapitän Daniela Neuhauser hat die Vision von Weihnachten auf dem See.
Daher bietet die Achenseeschiffahrt während der Adventzeit erstmals die Seeweihnacht an.

Das prunkvoll geschmückte MS Stadt Innsbruck entführt uns sofort in die wunderbare Weihnachtswelt. Mit dem Klang von ruhigen Weihnachtsweisen in den Ohren, dem Duft von Glühwein in der Nase und dem Geschmack einer pikanten Weihnachtsjause auf der Zunge, entführen wir Sie in eine stimmungsvolle, vorweihnachtliche Zeit, ohne Alltagsstress und Hektik.

Erleben Sie mit uns die Weihnachtsvorfreude der ganz besonderen Art.

2012 - 125 Jahre Achenseeschiffahrt

Am Anfang standen Weitsicht und Mut

Unter diesem Motto könnte man die 125-Jahr-Feier der Achenseeschiffahrt am 27. Juni 2012 zusammenfassen. Bei Kaiserwetter wurde unter Teilnahme zahlreicher geladener Gäste dem Begründer der Schifffahrt Abt Albert Wildauer gedacht. Der romantische Platz rund um die Prälatenbuche wurde extra dafür neu gestaltet und mit einer Gedenktafel versehen.

Anschließend wurde die Taufzeremonie wiederholt und Bürgermeister und Namensvetter Ing. Joseph Hausberger zum Ehrenpaten ernannt.

2011 - Die letzte Fahrt der St. Nikolaus

Die Innschifffahrt bei Kufstein wird eingestellt.
Dabei waren die Erwartungen 1998 hoch, als die Innschifffahrt in Kufstein mit dem Motorboot Tirol startete, die Bootsfahrten sollten sowohl von den Gästen als auch von den Einheimischen als Attraktion angenommen werden.
Es gab normale Kursfahrten und ein breites Angebot von Sonder- und Eventfahrten – leider hatten die vielen Bemühungen um eine attraktive Innschifffahrt letztlich keinen Erfolg.

MS Stadt Innsbruck

Um der ständig wachsenden Nachfrage bei der Schiffsvermietung und den Sonderfahrten nachzukommen, und gleichzeitig den Linienbetrieb aufrecht erhalten zu können, wurde ein neues Schiff bei der ÖSWAG in Linz in Auftrag gegeben. Das 470 Personen fassende Schiff ist nach den modernsten Richtlinien konstruiert und verfügt über 3 Decks, Bordküche, barrierefreie Anlagen und ein besonders strömungsgünstiges Unterwasserschiff zur Vermeidung großer Wellenbildung.
Das in Teilen angelieferte und in Pertisau fertiggestellte Schiff wurde am Achenseehof von der Innsbrucker Bürgermeisterin Hilde Zach feierlich auf den Namen MS Stadt Innsbruck getauft.

2007 - 120 Jahre

Im Rahmen einer großen Feier mit zahlreichen prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Freunden der Schifffahrt wurde das 120 Jahr Jubiläum der Achenseeschiffahrt begangen.
An diesem Tag stand das Geburtstagskind, das MS St. Josef, prächtig geschmückt wie vor 120 Jahren im Mittelpunkt.

2000 - Motorschiff St. Nikolaus

Das Motorschiff St. Nikolaus wurde 1999/2000 von der Bodan Werft in Kressbronn am Bodensee gebaut. Das Schiff verfügte über zwei hydraulisch angetriebene Schrauben (Schottelantrieb) und war wie auch die Anlegestellen barrierefrei gebaut. Das Motorschiff St.Nikolaus verfügte über Bordgastronomie. Mit einer Länge von 30 und einer Breite von 6,3 Metern bot das Schiff Platz für 116 Personen und wurde nach den speziellen erfordernissen der Flussstrecke (unterschiedliche Fliessgeschwindigkeiten, Brückendurchfahrten) konstruiert.
Mit der Inbetriebnahme des neugebauten Motorschiffes St. Nikolaus im Jahr 2000, begann die grenzüberschreitende Innschiffahrt Kufstein, zwischen Tirol und Bayern. Damit knüpfte die moderne Innschiffahrt an eine lange Tradition der Flussschifffahrt auf dem Inn an.Schwierige betriebliche Rahmenbedingungen, wie die immer wieder auftretenden Hochwässer führten jedoch zu durchschnittlich 21 Ausfallstagen, das waren 15 % der saisonalen Betriebstage. Diese ungenügende Zuverlässigkeit gestaltete auch eine Kooperation mit Reiseveranstaltern, Busunternehmen und Gruppenreisenden sehr schwierig.
All dies führte seit 2003 zu stark rückläufigen Fahrgastzahlen.

1998 - Innschiffahrt Kufstein TIROL - BAYERN

 Ausgehend von der Tradition des Inns als Wasserweg und in Anbetracht der
touristischen Entwicklung des Naherholungsgebietes entlang des Flusses zwischen den Kraftwerken Langkampfen und Ebbs-Oberaudorf und dem Wegfall der Grenzkontrollen, wurde die Innschiffahrt Kufstein als Teilbetrieb der Achenseeschiffahrt GmbH gegründet.

Erstes Schiff war das Motorboot Tirol, das eigens vom Achensee nach Kufstein transportiert wurde und bis zur Indienststellung des in Bau befindlichen neuen Schiffes den Schifffahrtsbetrieb aufnahm.

1997

Die Achenseeschiffahrt bietet für die Gäste erstmals Abendrundfahrten mit Musik an. Seitdem finden von Juni bis Oktober diese Rundfahrten immer freitags statt und bieten zusammen mit der Achenseer Sommernacht* ein stimmungsvolles Angebot.

*Die Achenseer Sommernacht bietet ein 4-gängiges Menü in einem Hotel in Pertisau
mit anschließender Abendrundfahrt.

1995 - MS Tirol

Die betagte MS Stadt Innsbruck erlebte ihre letzte Saison auf dem Achensee. Ein neues 600 Personen fassendes Schiff wurde von der ÖSWAG - Österreichsche Schiffswerften AG 1994 in Linz gebaut und 1995 in Pertisau endmontiert und in Betrieb genommen. Das dieselbetriebene 2-Schrauben-Schiff verfügt über 2 Decks, ist barrierefrei ausgelegt und ermöglicht nun die Entwicklung des Unternehmens im Veranstaltungsbereich. Nun gibt es erstmals auch Bordgastronomie, ein Bistro Stella Maris, zur Erinnerung an das erste dieselmotorbetriebene Schiff Österreichs.

1988

Kapitän Albert Bichler wurde neuer Betriebsleiter der Achenseeschiffahrt.

1987

Die Achenseeschiffahrt feierte ihr 100jähriges Bestehen.

1975

Kapitän August Klingler trat in den Ruhestend.
Damit endet die Ära Klingler nach 83 Jahren. Zum Betriebsleiter wurde Erich Baumann bestellt.

1971

In Holland kaufte man ein typisches Grachtenboot mit Glasdach, es bietet Platz für 40 Personen und wurde unter dem Namen MB Tirol in Dienst gestellt.

1969

In der Schweiz wurde das schnelle Aufsichtsboot Apollo angeschafft.

1967

Die elektrische Slipanlage und die Querstapel wurden gebaut, dadurch können die Schiffe trocken aufgelegt werden, was ihre Lebensdauer wesentlich erhöht und die Wartung vereinfacht. Kapitän Heinrich Klingler jun. trat in den Ruhestand und übergab die Betriebsleitung an seinen jüngeren Bruder Kapitän August Klingler.

1959 - MS St. Benedikt

Das neue MS St. Benedikt trat seinen Dienst an. Das in der Werft Linz hergestellte Schiff wurde, wie schon ihre Vorgänger, in Teilen mit der Bahn nach Jenbach, und per Tieflaster über die Achenseestraße nach Pertisau überführt. Hier wurde das Schiff zusammengebaut und lief am 6. Juni 1959 vom Stapel.

1958

Mit dem Abwracken des DS St. Benedikt endete die Ära der Dampfschiffe auf dem Achensee. Anker und Schraube sind heute noch beim Kassahaus ausgestellt.

1954

Am 9. Dezember richtete ein schwerer Orkan große Schäden am Achensee an.
Die Schiffe konnten nur mit Mühe und unter ständigem Auspumpen vor Schlimmerem bewahrt werden.

1951

Aus dem DS "St. Josef" wurde durch den Umbau von Dampf- auf Dieselbetrieb das "MS St. Josef". Dabei veränderte sich auch die Silhouette des Schiffes.

1939-45

Während des zweiten Weltkriegs wurden die Schiffe verstärkt zu Wehrmachts- und KDF (Kraft durch Freude)-Transporten eingesetzt.

Von Bomben- und Kriegsschäden verschont, konnte die Achenseeschiffahrt bereits am 8. Juni 1945 wieder ihren Dienst aufnehmen. Das Motorboot „Nixe“ musste der französischen Besatzungsmacht zur Verfügung gestellt werden.

MS Stadt Innsbruck auf dem Längsstapel

1938

Vom Stausee Pernegg in der Steiermark wurde ein kleines Holzboot gekauft und als Aufsichtsboot „Nixe“ in Dienst gestellt.

1937

Die Achenseeschiffahrt feierte ihr 50jähriges Jubiläum und Kapitän Klingler sein 50jähriges Dienstjubiläum. Er übergab die Betriebsleitung an seinen Sohn Heinrich Klingler jun.

1933-38

Die Einführung der Tausend - Mark - Sperre * wirkte sich katastrophal auf den Fremdenverkehr aus. Dies hatte einen dramatischen Rückgang der Passagierzahlen zur Folge.

*Die Tausend-Mark-Sperre war eine Wirtschaftssanktion, die am 27. Mai 1933 von der deutschen Reichsregierung gegen Österreich verhängt worden war.
Deutsche Staatsbürger mussten fortan vor Antritt einer Reise nach Österreich eine Gebühr von 1.000 Reichsmark zahlen. Verglichen mit heutiger Kaufkraft (2011) entspräche diese Gebühr einem Betrag von etwa 3.900 €.

1927 - Ein Kraftwerk für Tirol

Das Achenseekraftwerk  war das erste Großkraftwerk der TIWAG. Um das Wasser des Achensees energiewirtschaftlich nutzen zu können,  wurde ein Triebwasserstollen von Seespitz zum Krafthaus Jenbach getrieben.
Für die Schiffe bedeutete das Absenken des Seespiegels im Winter, dass sie immer wieder neu fest gemacht werden mussten. Aber auch der Eisdruck war ein großes Problem und brachte die Schiffe immer wieder in Gefahr.

1926

12.300 km legten die Schiffe in dieser Saison zurück, die Einnahmen des Unternehmens beliefen sich auf 152.533,10 Schilling*.

* 1924 wurde der Schilling als neue österreichische Währung eingeführt.

1925

Das erste Boot mit dem Namen MB Tirol wurde angeschafft. Es konnte 25 Personen befördern und wurde in den Nebensaisonen im Linienbetrieb verwendet.
Außerdem wurde es für Sonder- und Dienstfahrten eingesetzt.

1924 - Die Geburtsstunde der TIWAG

Die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG wurde am 12. Juni 1924 von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und einem Bankenkonsortium gegründet, um das damals größte Speicherkraftwerk Österreichs (Achenseekraftwerk, Jenbach) zu errichten. 

1921

Ein schweres Unglück ereignete sich am Pfingstmontag. Unter dem Druck der anlegenden MS Stadt Innsbruck brach der Landungssteg in Seespitz zusammen. Von den vielen auf dem Steg befindlichen Personen, die daraufhin in den See stürzten, konnten 8 nur mehr tot geborgen werden.

1919 - Der neue Besitzer des Achensees und der Schiffahrt

Nach dem ersten Weltkrieg erwarb die Stadt Innsbruck  von den Benediktinern in Fiecht den Achensee sowie den Seehof, das Fürstenhaus und die Gaisalm. Zur gleichen Zeit wurde die MS Stella Maris in MS Stadt Innsbruck umbenannt. Sparen wurde in den Mangeljahren nach dem verlorenen Krieg zum Programm. So kamen die Schiffe aus Treibstoffmangel nur abwechselnd zum Einsatz. Um Kohle zu sparen, wurde auch Holz verfeuert und für die MS Stadt Innsbruck ein Rohölvorrat angelegt, der bei sparsamsten Verbrauch für drei Jahre ausreichen sollte. In den Herbstmonaten wurde das DS St. Josef zum Schleppen von Holzflößen eingesetzt.

Kohle bunkern auf dem
DS St. Benedikt

1914

Der „große“ Krieg begann. Zunächst ging der Schiffsverkehr normal weiter, im weiteren Verlauf musste auch das Achental Versorgungsgüter bereitstellen, im Besonderen Heu. Deshalb mietete die Heeresverwaltung in den Monaten Oktober und November einen Dampfer, um das Heu auf Plätten über den See zu schleppen.

1911 - MS Stella Maris

Die Linzer Werft (Stabilimento Tecnico Triestino) baute ein neues Schiff, das für die Beförderung von 400 Personen ausgelegt und damit weit größer als das DS St. Josef und das DS St Benedikt ist. Das Schiff wurde in Buchau zusammengebaut und schließlich, nach einem ersten missglückten Versuch, am 19. Oktober zu Wasser gelassen. Das majestätische Schiff wurde auf den Namen MS Stella Maris* getauft und war das erste mit einem Dieselmotor betriebene Schiff auf einem österreichischen See. Der Zweitakt-Dieselmotor ist ein Prototyp für die U-Bootmotoren der MAN. Ihren Linienbetrieb nahm die MS Stella Maris am 27. Juli 1912 auf. Am 3. September 1913 lief sie bei Seespitz am Ufer auf. Ursache war ein gerissenes Steuerseil, das Schiff konnte mit Hilfe des Dampfers St. Benedikt wieder flott gemacht werden.

* Stella Maris ist die lateinische Bezeichnung für „Meerstern“ und ein schmückender Beiname für Maria, die Mutter Jesu. Unter diesem Namen ist sie die Schutzpatronin der Seeleute und symbolisiert den rettenden Stern, der dem Nautiker die Richtung weist.

Bau des MS Stella Maris

1908 - MS St. Josef und MS St. Benedikt

Die beiden Schiffe konnten 320 Personen befördern. Zusammen legten die Schiffe im Jahr 1910 die bemerkenswerte Strecke von 19.225 km zurück. Das ständig ansteigende Passagieraufkommen konnte mit zwei Schiffen jedoch nicht mehr bewältigt werden. Diese Entwicklung machte die Anschaffung eines dritten Schiffes notwendig.

1892

Als Ergänzung zu den 2 Dampfern erwarb man von der Firma A. Kroi in Wien Brigittenau ein Schiff von 11 Metern Länge, die MS St. Georg. Nach einigen technischen Problemen mit dem Petroleummotor wurde eine Dampfmaschine eingebaut, wodurch sich aber die Stabilität wesentlich verschlechterte. Das Schiff ist zweimal gesunken, konnte jedoch unter erheblichem Aufwand wieder gehoben werden. 1917 wurde die Maschine ausgebaut und das Schiff im See versenkt.

1889

Schon zwei Jahre nach Beginn der dampfbetriebenen Schifffahrt wurde den wachsenden Beförderungszahlen Rechnung getragen und ein neues, größeres Dampfschiff in Dienst gestellt. Das DS St. Benedikt wurde in Teilen mit der bereits neuerbauten Achenseebahn an den See transportiert und in Buchau fertiggestellt.

Plan DS St. Benedikt
DS St. Benedikt

27. Juni 1887

An diesem Tag nahm die Dampfschifffahrt am Achensee ihren Betrieb auf.  Im Rahmen einer feierlichen Zermonie und unter reger Anteilnahme der Bevölkerung segnete der Abt das schöne Schiff und gab ihm den Namen St. Josef. Erster Inhaber eines Kapitänspatentes war ebenfalls der rührige Abt Wildauer, das lässt den Schluss zu, dass ihn die Schifffahrt auch persönlich begeisterte.
Da es am Anfang naturgemäß keine Kapitäne und Maschinisten am Achensee gab, setzte man zunächst Schiffsführer der Hochseeschifffahrt ein. Bereits ein Jahr später erwarben die Herren Peter Gürtler und Heinrich Klingler das Kapitänspatent.

Abt Wildauer
DS St. Josef
Mannschaft

1887 - Am Anfang standen Weitsicht und Mut

Abt Pirmim Pockstaller war der erste bedeutende Förder des seit der Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden und ständig ansteigenden Achenseetourismus. Er verfasste auch das erste Buch, das den Achensee als Erholungsgebiet beschreibt. Sein Nachfolger Prälat Albert Wildauer setzte diesen Weg konsequent fort. Mit einem Kredit in der Höhe von 23.500 Gulden* ließ er ein dampfbetriebenes Schiff anschaffen. Der Schraubendampfer wurde von der Linzer Schiffswerft der Allgemeinen Österreichischen Baugesellschaft, vormals Ignaz Mayer, Schiffmeister, Rohproduktenhändler und Schiffbauer, gebaut. Das neue Schiff wurde in Teilen per Bahn nach Jenbach geliefert, und von dort mittels Pferden nach Pertisau transportiert und zusammengebaut.

* 1 Gulden = fl (alte Währung) entsprachen 2 Kronen = kr (neue Währung ab 1892). Zum Vergleich, zwei Kronen kostete ein Einbettzimmer in Rainers Achenseehof für eine Nacht.

Quellen: Helmut Pemsel: Die Schiffahrt auf dem Achensee, Mistelbach,
                Arbeitsgemeinschaft für Österreichische Marinegeschichte;
                Achenseeschiffahrt-GesmbH

Barrierefreiheit

Mit der ÖBB zum Achensee